Die Massenmedien im Wahlkampf: Die Bundestagswahl 2005 by Christina Holtz-Bacha

By Christina Holtz-Bacha

Der Bundestagswahlkampf 2005 stand unter besonderen Bedingungen. Die Parteien mussten sich kurzfristig auf die vorgezogene Wahl einstellen, die Kampagne warfare kurz und erlaubte daher nicht die strategisch ausgefeilte Planung für die Wähleransprache, wie sie professionalisierte Wahlkämpfe auszeichnet. Zudem trat zum ersten Mal eine Frau als Kanzlerkandidatin an, used to be zu einem populären Thema der Kampagnenberichterstattung avancierte, aber auch manche der eingefahrenen Strategien in Frage stellte. Dieser Band versammelt Beiträge, die unter verschiedenen Perspektiven die Rolle der Medien in diesem besonderen Wahlkampf untersuchen.

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Leben in Gesellschaften: Von den Ursprüngen bis zu den alten Hochkulturen

Im Buch soll es darum gehen, ein aussagekräftiges und konsensfähiges Verständnis der "sozialen Tatsache" zu entwickeln, dass Menschen in Gesellschaften leben. Der Schlüssel zum Verständnis des Phänomens Gesellschaft liegt in der Frage nach der Herstellung von Gesellschaft. Seit wann haben Menschen Gesellschaften "gemacht"?

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Als Schröder im Juli dann wieder deutlich vor Merkel (47% zu 37%; Infrast dimap, 2005, S. 114) lag, war auch eine deutliche Verbesserung der Stimmungslage in der Partei zu bemerken – zumal nach der "gewonnenen" Vertrauensfrage die parteiinternen Diskussionen über die Verfahrensweise zum Erreichen von Neuwahlen beendet waren. Seinen Vorsprung vor Merkel konnte Schröder dann bis zur Bundestagswahl halten. Insofern galt ab Juli 2005, was in demoskopischer Betrachtungsweise schon den Bundestagswahlkampf 2002 prägte: Die Deutschen wollten Schröder als Bundeskanzler, gaben aber der Union als Partei den Vorzug vor der SPD.

Dem allem lag ein Bekenntnis zur Fortführung des Reformprozesses zu Grunde, den Schröder mit der Agenda 2010 eingeleitet hatte. Der Grundtenor des Wahlprogramms lautete: Weitere Reformen anstreben mit dem Ziel, den Sozialstaat zu bewahren und für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Die zehn exemplarisch herausgegriffenen Punkte des Wahlmanifests sollen deutlich machen, dass dieses Programm auch als Grundlage für einen Richtungswahlkampf gegen die Union gesehen wurde. Das Wahlmanifest erreichte nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid hohe Zustimmungswerte in der Bevölkerung (Hoff & Twardowski, 2005, S.

Lud Christiansen Schröder in ihre Sendung ein. Der Kanzler sollte sich ihren Fragen stellen und weiteren geladenen Experten für verschiedene Themenbereiche sowie einem ehemaligen SPD-Mitglied, das zur WASG gewechselt war, Rede und Antwort stehen. Peter Dausend (2005) schrieb dazu in der Welt: "Gleich fünf Mann (…) sollten dem Kanzler so richtig einheizen, ihm Dampf machen, ihn 'grillen', wie es im Journalistendeutsch unschön wie jahreszeitengerecht heißt. Doch Schröder blieb in den 60 Minuten so ungegrillt wie eine Rostwurst bei Dauerregen.

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