Blut muss fließen: Undercover unter Nazis by Thomas Kuban

By Thomas Kuban

Kaum jemand weiß, wer Thomas Kuban ist – intestine für ihn! Denn der Undercover-Journalist hat unter Lebensgefahr die Machenschaften der rechten Musikszene dokumentiert. Getarnt als brauner Kamerad, filmte Kuban über 30 Konzerte von Nazibands. Rechtsrock ist der Takt, zu dem sich eine ganze Jugendkultur bewegt– und das Rekrutierungsinstrument der rechten Hassprediger. Die packende Reportage schildert eine Neonaziszene von erschreckendem Selbstbewusstsein, deren Netzwerk bis in die Mitte der Gesellschaft reicht. was once passiert im Untergrund? Wie ziehen die Szenegrößen ihre Strippen? Dieses Buch zeigt Ihnen den Weg hinter die Kulissen.

»Es gibt nicht viele Journalisten, die das Wagnis auf sich nehmen, Informationen aus dem Inneren der gewaltbereiten Neonazi-Szene zu sammeln.« - Der Spiegel

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Aufruf zur Revolte

Ungehorsam! Zivilcourage! Bürgerpflicht!

Wenn Politik auf dem Firmenparkplatz endet, ständig neue Kriegseinsätze drohen und Whistleblower für Ihren Dienst an der Bürgergesellschaft weggesperrt werden, steigt der Politikverdruss – nicht nur in Deutschland. Dabei entstehen gerade jetzt immer mehr Ansätze für eine neue interaktive politische Öffentlichkeit.

Konstantin Wecker und Prinz Chaos II. beschäftigen sich als Künstler und politische Aktivisten mit den entmutigenden und ermutigenden Seiten einer brandgefährlichen state of affairs. In einem rasanten Aufruf voller Wut und Poesie drücken sie aus, used to be quer durch die politischen Lager von Vielen gedacht, aber nur selten in dieser Klarheit ausgesprochen wird. Ihr Fazit lautet eindeutig: „Duckt Euch nicht! Steht auf! Stellt Euch zornig gegen die Energie der Zerstörung! “
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Vorbemerkung

Unser textual content ist keine examine, aber auch kein unbeherrschter Wutausbruch. Er ist ein Aufschrei, geboren auch aus unserer Erfahrung jahrelangen Bloggens und der Auseinandersetzung mit Freunden und Feinden unserer Ideen. Und er ist der Konsens, der aus einem mehr als zehn Jahre überspannenden Gedankenaustausch beider Autoren erwachsen ist.

Wir haben den Eindruck, dass viele unsere Vorstellungen teilen, aber sich alleine für zu unbedeutend und unwichtig halten, um zu ihrer Meinung auch öffentlich zu stehen. Aber gerade der Schritt in die Öffentlichkeit ist eine demokratische Notwendigkeit.

Die Öffentlichkeit ist das discussion board der Demokratie, die Agora, und dort hat jeder das Recht, seine Meinung kundzutun. Wir wären glücklich, wenn es uns gelingen würde, mit dieser kleinen Schrift all denen, die an ihrer eigenen Wirksamkeit zweifeln, zu vermitteln, dass sie wichtig und bedeutend sind. Jede Einzelne, jeder Einzelne. Wir alle.

Kohlenwirtschaftsorganisationen

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer ebook files mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Körperbegriff und Körperpraxis: Perspektiven für die soziologische Theorie

Michael Hubrich nimmt den Körper als elementare Grundkategorie soziologischer Theorien in den Blick. Er rekonstruiert anhand der Körperbegriffe bei Michel Foucault und Erving Goffman zwar wichtige, aber engführende theoretische Implikationen, die sich scheinbar gegenseitig ausschließen. Der Körper wird entweder als Effekt von Macht und Diskurs oder als performative Quelle interaktiven Handelns begriffen.

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Schon die Anfahrt bietet den Reiz des Illegalen, der insbesondere junge Männer fasziniert: eine geheime Schnitzeljagd mit Kontakt-Handys, Wegbeschreibungen (nach Gesichtskontrolle) und Fahrzeugkonvois, die hinter Schleusern herrasen. Woche für Woche treten Skinheads zu solchen Räuber- und Gendarm-Spielen an, wobei die Polizei oft nicht oder nur halbherzig mitspielt. Wie an jenem Oktobersamstag des Jahres 2003, an dem die Rechtsrocker trotzdem eine unerwartete Schlappe hinnehmen mussten. Nicht gegen die Staatsmacht, sondern gegen einen unbekannten Gegner: eine(n) Video-Kamera(den).

Um junge Leute zu rekrutieren, hat sich die NPD zunehmend dem Bereich angenähert, der mich vor allem interessierte: der neonazistischen Skinhead-Musikszene. Deren Konzertfahrten mit konspirativen Handynummern sowie Treffpunkten in Industriegebieten und auf Park-and-Ride-Plätzen gehören zur braunen Erlebniskultur. Das reizt nicht nur Jugendliche, das hat auch mich unter Recherchegesichtspunkten gereizt. Ich wollte diese konspirativen Strukturen knacken. Denn Musik ist das wirkungsvollste Instrument in der neonazistischen Nachwuchswerbung.

Nicht gegen die Staatsmacht, sondern gegen einen unbekannten Gegner: eine(n) Video-Kamera(den). Als Undercover-Journalist hatte ich den geheimen Vorabtreffpunkt in der französischen »Westmark« (Nazi-Jargon, in Anlehnung an einen geplanten Reichsgau während der Nazi-Diktatur) ausfindig gemacht. Anschließend habe ich mit einer Knopflochkamera dokumentiert, wie sich selbst ernannte Herrenmenschen benehmen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen – alles andere als herrlich. Mangels staatlicher Überwachung nutzten und nutzen Neonazis ihre konspirativen Konzerte als rechtsfreie Räume.

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