Aufstieg und Niedergang der römischen Welt (ANRW), 2. by Wolfgang Haase (Hg.)

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Im Buch soll es darum gehen, ein aussagekräftiges und konsensfähiges Verständnis der "sozialen Tatsache" zu entwickeln, dass Menschen in Gesellschaften leben. Der Schlüssel zum Verständnis des Phänomens Gesellschaft liegt in der Frage nach der Herstellung von Gesellschaft. Seit wann haben Menschen Gesellschaften "gemacht"?

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Wird erst vom Evangelium aufgedeckt und nur dem Pneumatiker einsichtig. Die gesamte paulinische Theologie steht und fällt mit dieser Feststellung, weil Rechtfertigung des Gottlosen ihre Mitte ist. Für sie wird gerade der moralische Mensch aufs tiefste von der Macht der Sünde verstrickt, ohne nach 9,31 oder 10,3 es erkennen zu können ... " 112 "Paulus ... konstatiert nicht bloß die Widersprüchlichkeit der Existenz selbst beim Frommen, sondern die Verstrickung einer gefallenen Schöpfung in allen ihren Äußerungen an die Macht der Sünde und braucht deshalb nicht, wie man es unter ethischen und psychologischen Gesichtspunkten tun müßte, zu differenzieren.

Er geht aber noch einen Schritt weiter: Nach Röm 8,4 ist es denen, die zu Christus gehören, möglich geworden, die Rechtsforderung des Gesetzes zu erfüllen. Von da aus schließt er, daß Paulus am Anfang von Röm 8 durchgehend den Begriff Nomos im prägnanten Sinn als das alttestamentliche Gesetz versteht. lUtO<; t11<; ~ro11<;. "222 Ähnlich urteilt HANS WILHELM SCHMIDT in seinem Römerbriefkommentar zu Röm 8,2: "Dem Menschen im Fleisch ... luptiu<;. Wo aber der Mensch in Christus den Geist empfängt, da erschließt sich das Gesetz in seinem eigentlichen Wesen (7,14); ...

210 Dann aber paßt die Terminologie wieder nicht zusammen, wenn er Paulus einerseits als "Denker der postmessianischen Situation" kennzeichnet 211 , andererseits aber das nachösterliche Ineinandergreifen der beiden olam als "messianische Heilszeit" charakterisiert. 212 Vor allem wird man aufgrund der Darlegungen von DA VIES und SCHÄFER sagen müssen, daß sich seine Auffassung, die er zu wesentlichen Teilen von ALBERT SCHWELTZER übernommen hat, nämlich daß das Gesetz da aufhört, wo das messianische Reich beginnt, nicht in den Hauptstrom rabbinischen Denkens einfügt.

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